Neue Zensurwelle bei Twitter

Twitter hat mir heute Nacht 37 Follower gestohlen. Als ich zufällig auf mein Profil schaute, fiel mir fast das iPhone aus der Hand: Statt 4.228 (soviel Follower hatte ich gestern, als ich mit einem Social Media Manager sprach über die richtige Strategie sprach und das Profil genau untersuchte) waren da nur noch 4.192. Macht minus 36 Follower. Die Webseite Socialblade, die sowas zählt, registrierte sogar noch einen mehr, also 37 Abgänge.

Socialblade-Statistik vom 16. August 2018 für Ronald Gläser Twitterkonto

Wie kann das sein? Kann es sein, dass 37 Leute, alle im selben Moment festgestellt haben, dass Ronald Gläser gar nicht der grünlinke GEZ-Fan, Pazifist und Klassenkämpfer ist, für den sie ihn fälschlicherweise  immer gehalten haben? Die wenigsten Leute entfolgen mal jemanden. Nein, ganz offensichtlich hat Twitter mir Freunde geklaut, weil meine Ansichten weder dem politisch-korrekten Spirit des Silicon Valley noch den politischen Vorgaben von Heiko Maas und Co. entsprechen.

Diese These wird untermauert durch die Antworten, die ich erhielt, als ich den Vorgang twittert. Lest selbst:


Mein Freund Marcus Schmidt (Vize-Pressesprecher unserer Bundestagsfraktion) vermutet das:

Ich habe mir daraufhin einige andere, stichprobenartig rausgesuchte Twitterkonten angeschaut: June Tomiak, MdA (Grüne) – unverändert bei 2.000 Followern. Tom Schreiber, MdA (SPD) – plus 5 Follower auf 2.714. Ramona Pop, Wirtschaftssenatorin (Grüne) – 5.862, plus 3. Gregor Gysi, MdB (Die Linke), plus 7 auf 314.185.

Ich will keine Doktorarbeit machen. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass auch diese nur zu dem Ergebnis käme, dass hier eine konzertierte Aktion gegen rechte Twitterer stattfand. Jeder, der irgendwie als rechtspopulistisch, AfD-affin oder sonstwie böse vom Mainstream angesehen wird, hat Follower auf Knopfdruck verloren. Andere Nutzer hingegen offenbar nicht.

Es gibt viele Maßnahmen die Regierungen und PC-lastige Silicon-Valley-Dinos gegen uns machen: Shadowban, Kontosperrung, andere Formen der Reichweitendrosselung. In den USA wird die Zensur in den Netzwerken gegen republikanische Abgeordnete oder Alex Jones diskutiert.

Ich kann nur sagen: Das wird sich nicht auszahlen für die Mächtigen. Am Ende wird die Wahrheit doch siegen. Diese Firmen, die sich leichtfertig an den politischen Vorgaben der Mächtigen orientieren und Rechte mundtot zu machen versuchen, riskieren eine Regulierung durch den Staat, die sich gewaschen haben wird.

Meine Geduld – und die vieler Betroffener – hat Grenzen.

Der Kurssturz von Facebook kürzlich muss in diesem Zusammenhang gesehen werden. Je weiter sich die großen Player wie Facebook und Twitter vom Volk entfernen, desto größer wird die Gefahr, dass ihre jetzt noch unbesiegbar erscheinenden Quasimonopole ins Straucheln geraten und in den Orkus der Netzgeschichte verschwinden. Wenn die Netzwerke so weitermachen, riskieren sie alles.

Update: Ein Mitarbeiter von mir wurde gerade bei Facebook für dreißig Tage gesperrt. 

Neue Zensurwelle bei Twitter

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