Kinoabend: Robin Hood

Gestern war ich mit einigen Berlinern im Kino. Ich habe sie in die Neuverfilmung von Robin Hood eingeladen. Zum Film gleich mehr. Zunächst ein paar einleitende Überlegungen zur Kinostadt Berlin und der Wirtschaftsförderung.

Nächsten Monat beginnt wieder die Berlinale. Sie ist ein kultureller Höhepunkt für unsere Stadt. Da kommen Stars aus der ganzen Welt eingeflogen, um Premieren zu feiern und und und. Die Filmwirtschaft ist auch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Zwar schwächeln die Kinobetreiber derzeit, aber die Produktion in Berlin sorgt für viele Jobs. Nebenbei können Kinofilme aus Berlin dazu beitragen, das Image unserer Stadt aufzupolieren. Das kann nicht nur mit Geld gemessen werden.

Kurzer einführender Vortrag ins Thema Filmförderung und Kinostadt Berlin im Abgeordnetenhaus

Berlin gibt 26 Millionen Euro im Jahr für Filmförderung aus. Das ist nur ein kleiner Posten. Trotzdem bin ich skeptisch, dass das Geld gut angelegt ist. Trotz der einleitenden Gedanken. Ich bin nicht gegen die Filmwirtschaft. Ich habe nur Probleme damit, dass wir die falschen Sachen subventionieren. Und der Staat subventioniert eigentlich fast immer die falschen Sachen.

So geschehen bei Fack Ju Göthe 3, Babylon Berlin oder Berlin Station – alles drei zeitgeistige Serien, die möglicherweise auch ohne staatliche Hilfe gedreht worden wären und obendrein ziemlich einseitig sein sollen. Ich kenne nur Berlin Station und habe in der zweiten Staffel aufgehört zu schauen, weil die Geschichte über die Perspektive für Deutschland (PfD) zu abgefahren war. Schade eigentlich, die erste Staffel hatte mir besser gefallen.

Es gibt aber noch viel krasseres Zeug: So fördert Berlin mit dem hart erarbeiteten Steuergeld der Berliner auch Filme wie die Känguru-Chroniken (800.000 Euro), Und morgen die ganze Welt (200.000) oder SPK Komplex (50.000). Alles mehr oder minder linke Agitprop-Filme. Ich habe nichts dagegen, dass solche Filme gedreht werden, aber bitte nicht auf Kosten der Steuerzahler.

Ich wünsche mir eine Reduzierung der Filmförderung. Es dürfen nur noch parteipolitisch neutrale und weltanschaulich nicht so einseitige Projekte gefördert werden. Quotenregelungen bei der Mittelvergabe halte ich für falsch. Die Gelder sollen an gute Projekte gehen. Nicht an Projekte, deren Regisseur das richtige X- oder Y- Chromosom hat.

So jetzt zum Film. Kurz zusammengefasst: Robin Hood ist ok, aber ein zweites Mal würde ich ihn nicht schauen. Den Kindern ließe er sich zeigen, zumal er auf Sexszenen verzichtet. Die Story in Kürz: Robin ist ein englischer Adliger, der aus dem Kreuzzug heimkehrt. Dort beginnt er den Kampf gegen Thron und Kirche, weil die die kleinen Leute ausplündern. So weit, so normal.

Dabei hilft ihm Little John. Der ist in diesem Film ein behinderter, schwarzer Moslem (nur schwul ist er nicht). Ja, ihr lest richtig! Das ist alles sehr skurril. Ständig tauchen Asiaten oder Schwarze auf, wenn auch nur ganz kurz. Die Botschaft soll sein: England war schon immer multikulturell. Auch die Mode ist eine Mischung Mittelalter und Neuzeit. Hood trägt eine Art Rockerjacke. Seine Freunde sehen aus wie die Antifa und werfen antike Molotowcocktails.

Hauptfeind ist die Kirche, deren Marionetten (Sheriff von Nottingham) gegen Araber im Heiligen Land hetzen, während sie selbst einen Geheimvertrag mit ihnen geschlossen haben. Den Kirchenvertretern geht es nur ums Geld. Dazu reichlich Sozialkitsch.

So. Falls ich euch jetzt keine Lust auf diesen Film gemacht habe… im Februar lade ich wieder 10 Berliner ins Kino ein. Dann gehen wir aber in einen wertvolleren Film. Wer mitkommen will, schreibt mir eine Email.

Kinoabend: Robin Hood

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