Internetzensur trifft Glenn Beck

Nächster Schritt des Gesinnungskartells gegen die Meinungsfreiheit im Netz: Diesmal wurde Glenn Becks „The Blaze“ u.a. bei Facebook blockiert. Der texanische Moderator berichtet in Episode 360 des Glenn Beck Radio Programms (Bezahlschranke), dass auch er jetzt ins Visier der privaten Zensurbemühungen geraten ist, und das kam so:

Steven Crowder  ist ein konservativer  Moderator mit vier Millionen Youtube-Abonnenten. Eine seiner Sendungen wird über Glenn Becks Internetseite BlazeTV verbreitet. Crowder hatte über seine Sendung einen verbalen Konflikt mit Carlos Maza, einem homosexuellen Moderator einer anderen Sendung bei einem anderen Sender. Maza beschwerte sich über schwulenfeindliche und rassistische Äußerungen Crowders. Ergebnis: Youtube stoppte die automatische Einblendung von Werbung in Crowders Videos, so dass er kein Geld mehr verdienen kann (De-Monetarisierung). Und das, obwohl Youtube bekanntgab, dass Crowder nicht gegen die Richtlinien verstoßen habe (“we found language that was clearly hurtful,” but “the videos as posted don’t violate our policies”). Also reine, gutmenschliche Willkür. Kommt mir vor wie meine eigene Sperre bei Twitter 2017.

So weit, so schlimm. Ein weiterer konservativer Moderator soll mundtot gemacht werden mit dem Hinweis, er habe sich rassistisch, homophob, you_name_it geäußert. Ist ja nicht das erste Mal. Leider gehören diese Dinge zum Alltag konservativer Publizisten. Immerhin fand sich mit Ted Cruz ein US-amerikanischer Senator, der die Sache öffentlich anprangerte.

Aber die Sache zog noch viel weitere Kreise. Glenn Beck: „Wir wussten immer schon, dass so etwas kommen würde. Deshalb haben wir uns nie auf Youtube verlassen.“ Seine Skepsis rührt beispielsweise daher, dass die Google-Tochter wie von Zauberhand niemals Vorschläge unterbreitet, ein Glenn Beck-Video anzuschauen, selbst wenn er vorher eines gesucht hat. Zu deutsch: Das Programm ist so eingestellt, dass jemand wie Glenn Beck ignoriert wird.

Zurück zu Crowder: Zehn Minuten nach der Youtube-Entscheidung, ihm die Einnahmen wegzunehmen, kündigte die Firma Shopify, die Crwoders Merchandising-Artikel verkauft, die Zusammenarbeit auf (wegen angeblicher „hate speech“). 

Am Mittwoch wollte The Blaze bei Facebook (nicht bei Youtube!) einen kritischen Kommentar zur Zensur Crowders veröffentlichen, und wurde dafür für zwei Tage blockiert. Zeitgleich wurde, so der Bericht von Glenn Beck, die Lebensschützerin Lila Rose auf Twitter von Anzeigen ausgeschlossen. Um diese Vorgabe rückgängig zu machen, müsse sie alle Inhalte über Abtreibungen von ihrem Twitterkonto UND IHRER WEBSEITE entfernen, so Beck. Das dürfte etwas schwierig werden für die Leiterin einer Anti-Abtreibungs-Kampagne.

Fazit: Wir sehen, dass die Silicon-Valley-Dinos die Meinungsfreiheit immer enger auslegen. Sie nutzen alle in Frage kommenden Mittel, um konservative Stimmen mundtot zu machen. Alex Jones und Co. waren nur der Anfang. Und: Sie arbeiten plattformübergreifend: Facebook verhindert Kritik an einer Youtube-Zensurmaßnahme. Twitter will Löschungen auf Webseiten erzwingen, die das Unternehmnen nichts angehen. In der Offline-Welt wäre das ein Fall für das Kartellamt. Ich bin kein Freund von Regulierungen, aber dieses Gutmenschen-Oligopol muss wissen, dass es den Bogen auch überspannen kann.

Diese neuste Volte zeigt, dass der Staat und die staatsnahen Großkonzerne nicht lockerlassen mit ihren Zensurbemühungen. Erst in dieser Woche hatte Youtube bekanntgegeben, noch härter gegen angeblichen Hass und Fakenews vorgehen zu wollen. Bei Facebook und Twitter laufen die Bemühungen, die Reichweite konservativer Stimmen einzugrenzen seit Jahren. Zum Teil auf Druck des Staates, der sogar manchmal zur Hausdurchsuchung greift (ok, die hier genannten Postings sind wirklich problematisch – aber rechtfertigt das auch eine Razzia?), zum Teil mit Unterstützung so generöser Mäzene wie Georg Soros, der Correctiv finanziert, damit es die Facebookzensur vorantreibt.

Für den normalen Internetnutzer kann das nur heißen: Schaut euch nach Alternativen um. Bitchute statt Youtube. Gab statt Twitter. Unterstützt freie Medien wie die Junge Freiheit mit einem Abo. Viele unabhängige Medien bitte um einmalige oder kleine Dauer-Spenden. Nicht zuletzt auch: Tragt euch in die Email-Newsletterliste auf dieser Seite ein, damit ich euch mit Informationen versorgen kann, die es online immer schwieriger geben. Und wenn ihr – warum auch immer – meine Informationen nicht abonnieren wollt: Tragt euch für die Newsletter anderer Nonkonformisten ein. Je mehr, desto besser. Emails können sie (noch nicht so gut) kontrollieren oder gar stoppen.

Am Schluß eine gute Nachricht: Parteifreunden und mir ist es mit Hilfe eines Anwalts gelungen, die Sperre der AfD Berlin von Twitter in der heißen Wahlkampfphase des EU-Urnengangs zu Fall zu bringen. Wir werden uns auch in Zukunft solche Willkürmaßnahmen nicht mehr gefallen lassen und vor Gericht gehen, um unser Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit durchsetzen. Wie sagen die Linken: Atomausstieg selber machen? Ich sage: Meinungsfreiheit selber durchsetzen!

Internetzensur trifft Glenn Beck

Ein Gedanke zu „Internetzensur trifft Glenn Beck

  • Juni 11, 2019 um 2:32 pm
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    Info:
    Eine ältere Bekannte Fotografierte einen Artikel über eine Straftat und versendete diese per Smartphone.Daraufhin bekam sie eine Nachricht vom Telefonanbieter das Foto zu löschen!

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