Filmwirtschaft: Wir brauchen keine roten und grünen Biotope (Video)

Kann jedoch der Staat beim Haushalten knapper Ressourcen helfen? Das ist die Frage, die beantwortet werden muss. Genaugenommen gibt es einen eindeutigen Beweis dafür, dass der Staat nicht haushalten kann: Um irgendetwas zu produzieren, muss der Staat auf Besteuerung oder Gesetzgebung zurückgreifen – was unwiderlegbar beweist, dass seine Untertanen das, was der Staat produziert, nicht wollen, sondern stattdessen etwas anderes als wichtiger betrachten und bevorzugen.

Hans Hermann Hoppe in “Wettbewerb der Gauner

Viele junge Leute wollen eine Karriere in den Medien machen. Manch einer arbeitet zielstrebig darauf hin und gibt viel Geld dafür aus. Andere bekommen es an staatlichen Einrichtungen, an denen das branchenübliche Gutmenschentum besonders zelebriert wird, fast geschenkt. Zum Beispiel an dieser staatlichen Filmakademie:

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) ist eine kleine Fachhochschule, die eine Handvoll von Kameraleuten, Regisseuren, Produzenten etc. ausbildet. Das Studium dauert vier Jahre und kostet nur eine jährliche Gebühr in Höhe 225 Euro. Dafür gibt es eine fundierte Ausbildung gepaart mit der Produktion politischer Propaganda – wie diese Kurzfilme beweisen..

Daneben gibt es eine Vielzahl von mehr oder weniger professionellen, privaten Anbietern von Studiengängen rund um Film und Fernsehen. Zu nennen wäre das SAE Institut, Hochschule Macromedia, Hochschule der populären Künste, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, die DMA-Medienakademie Berlin und die Dekra Hochschule für Medien. 

Für die letztgenannte hier mal pars pro toto die Zahlen für die Kosten für ein solches Studium: a) Fernsehen und Film, 24.990 Euro, pro Studium bei Einhaltung der Regelstudienzeit. b) Schauspiel und Inszenierung, 23.970 Euro, pro Studium bei Einhaltung der Regelstudienzeit

Ich habe die laufenden Haushaltsberatungen im Berliner Abgeordnetenhaus zum Anlaß genommen, darauf hinzuweisen, dass das nicht gerecht ist. Nach mehreren Gesprächen mit Anbietern brachte ich deren Kritik vor. Sinngemäß sagte ich:  

Die Steuerzahler finanzieren hier einen Studienplatz, der vom Markt ebenso bereitgestellt werden könnte. Die privaten Anbieter betrachten diese Subvention. für die DFFB zu Recht als Marktverzerrung. Zudem ist mein Eindruck, dass an der DFFB die Ausbildung für den Elfenbeinturm erfolgt, während die privaten Anbieter die Studenten auf das wahre Leben vorbereiten.

Deswegen habe ich eine maßvolle Senkung der jährlichen Subvention an die DFFB um 500.000 Euro vorgeschlagen. Das Gesamtbudget liegt bei rund acht Millionen Euro, wobei der mit Abstand größte Brocken vom Land Berlin kommt (fünf Millionen). Die DFFB kann die Differenz ausgleichen, indem sie ihre exorbitant hohen Kosten (im Vergleich zu privaten Anbietern) absenkt oder Studiengebühren erhebt. Rechenmodell:  100 Studenten x 5.000 Euro pro Jahr = 500.000 Euro. Sie wäre damit noch immer günstiger als die kommerziellen Anbieter und hätte obendrein genug Spielraum, um mittellose, aber talentierte Nachwuchs-Filmer mit einem kostenfreien Stipendium auszustatten. Weil eine sofortige zehnprozentige Kürzung des Budgets die DFFB überrumpelt hätte, haben wir zunächst vorgeschlagen, dass die 500.000 Euro in der kommenden Haushaltsperiode (2020/21) lediglich eingefroren werden, bis die Leitung einen Plan zur Ausgabensenkung oder Einnahmenerhöhung vorstellt.

In einem anderen Antrag forderte ich die ebenso moderate Senkung der Subventionen an das Medienboard Berlin Brandenburg, das Subventionen für die Filmwirtschaft verteilt. Die machen viele gute Filme, aber auch einige schlechte, für die ich keinen Cent ausgeben würde. Außerdem vergeben sie Mittel unter Gendergesichtspunkten. Schließlich bestätigen Insider vom Filmmarkt, dass es besser und daher international üblich ist, erfolgreichen Filmproduzenten Steuernachlässe zu gewähren statt Subventionen mit der Gießkanne zu verteilen. Deswegen habe ich auch hier vorgeschlagen, so ein Steuernachlass-Modell zu entwicklen und dafür die direkten Zahlungen entsprechend um lasche zehn Prozent zu verringern.  

Maßvoller geht es also nicht mehr. Diese Anträge von mir war alles andere als extrem oder unbegründet.

Trotzdem könnt ihr euch kaum die Reaktionen der anderen vorstellen. Die geschätzte Kollegin Anne Helm (Linkspartei) behauptete, es gäbe nirgendwo auf der Welt eine erfolgreiche Filmindustrie, die ohne Subventionen auskäme (was für ein Blödsinn!) und warf mir „Marktradikalismus“ (wegen der zehnprozentigen Absenkung der Subventionen!). Vermutlich hätte ich diese Vorschläge „aus einem Buch von Oliver Janich“ entnommen. Schließlich ließ sie mich obendrein wissen, dass „meine Filmkritiken so schlecht sind, dass sie einem die Schuhe ausziehen“. Ehrlich gesagt, ich habe keinen Schimmer, welche ihr nicht gefallen hat. Vielleicht Der Adler der neunten Legion? Inside Wikileaks? Oder doch Borowski und der Freie Fall? Filmkritiken waren nie meine Hauptaufgabe als Redakteur, aber ich habe etliche verfasst im Laufe der Jahre. Nun ja, vielleicht ist sie beleidigt, weil ich nie was über Schweinchen Babe geschrieben habe.

Aber die faktenfreie Polemik der Abgeordneten Helm wurde noch übertroffen durch den geschätzten Kollegen Stefan Förster (FDP), der wie so oft mit der Volksfront stimmte und sich noch unredlicher aufführte in dieser Debatte. Einmal schlug er vor, es sollte ein Programm auflegt werden, um AfD-Abgeordnetern (wie mir) das Googlen beizubringen. Dann sagte er im Zusammenhang mit den Subventionen, dass Steuernachlässe auch eine Subvention seien. Von einem FDP-Vertreter hatte ich so eine Aussage nicht erwartet, denn: Subventionen sind Zahlungen des Staates (aus Steuergeldern) an Unternehmen oder Bürger. Steuern hingegen sind Zahlungen von Bürgern oder Unternehmen an den Staat. Subventionen sind prinzipiell schlecht, weil sie u.a. eine Marktverzerrung bewirken. 

Anders Steuersenkungen: Wenn der Staat auf einen Teil der ihm angeblich zustehenden Zahlungen verzichtet (indem er den Steuersatz senkt etc.), dann profitiert der Bürger oder das Unternehmen zwar davon. Aber das ist noch lange keine Subvention. Dem Bürger wird weniger weggenommen als vorher, aber er wird mitnichten am Markt vorbei mit Cash gefüttert, das vorher anderen Leuten weggenommen werden musste. 

Otto Graf Lambsdorff würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er seinen Parteifreund heute gehört hätte. Obendrein musste ich mir dann noch das supersachliche Argument anhören, auch die AfD würde von der Parteieinfinanzierung (in der Tat eine Subvention) profitieren, womit ich quasi nicht mehr berechtigt sei, mich kritisch zu Subventionen zu äußern.

Ich höre mir sowas in der Regel kopfschüttelnd an, denn: Aus den hilflosen, unsachlichen Bemerkungen der geschätzten Mitbewerber wird nur eines überdeutlich: Die Konsensparteien haben komplett abgewirtschaftet. Ihnen fliegt bald der Laden um die Ohren, weil illegale Masseneinwanderung, Eurorettung, Demographie und Merkels Morgenthaupolitik uns bald schon wirtschaftlich hinter Indien und Vietnam zurückwerfen werden. Und gleichzeitig können sie mit Kritikern nicht mehr sachlich umgehen, weil ihnen die Argumente ausgehen. Vermutlich werden sie daher zu noch stärkeren Repressionsmaßnahmen gegen das deutsche Volk greifen (müssen). 

Das könnte den Stoff für ein spannendes Drehbuch geben. Sage ich als „Filmkritiker“.

Filmwirtschaft: Wir brauchen keine roten und grünen Biotope (Video)
Markiert in:         

Ein Gedanke zu „Filmwirtschaft: Wir brauchen keine roten und grünen Biotope (Video)

  • September 26, 2019 um 8:40 am
    Permalink

    Weniger Subventionen = weniger Müll

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.