Ronald Gläser, MdA

So könnte die Corona-Situation schnell entspannt werden

10.02.2021 | 0 Kommentare

Eine Ärztin entwickelt unkonventionelle Ideen, wie Berlin die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise besser bewerkstelligen und dabei gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte:

Warum?


1. Warum können die (ohnehin infolge Kultur-Lockdowns zu Hause sitzenden) Bühnen – und Theaterbauer keine Containerprovisorien vor Altenheimen errichten, in denen die Pharmaziestudenten Schnelltests machen? Dafür würden sie von Umsatz- und Einkommensteuer 2019/20 befreit.

2. Warum können die oberen Jahrgänge der Medizinstudenten nicht als Pflegekräfte eingesetzt werden (10000 Medizinstudenten gibt es pro Jahrgang) um die Intensiv-Kliniken zu unterstützen? (Die meisten von ihnen sind doch an Nachtwachen und KH-Jobs sowieso gewöhnt.) Als Motivation erhalten sie einen Freischuss im Staatsexamen oder etwas Vergleichbares.

3. Warum können die unteren Jahrgänge der Medizinstudenten oder die Studienanwärter nicht in den nicht-intensivmedizinischen Bereichen eingesetzt werden? Die Anwärter könnten dafür zum Beispiel 10 Bonuspunkte im zentralen Medizinstudienplatzvergabeverfahren erhalten oder einen Bafög-Zuschlag.

4. Warum kann Online-Hybridunterricht nicht in Form von Webinaren erfolgen. Ältere Lehrer und solche mit Computerdistanzverhalten (davon gibt es , wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, leider sehr viele) erhalten aus den technischen Studiengängen Studenten als HiWis bzw. Mentoren. Die Zuordnung könnte über das Immatrikulationsregister der Fachbereiche pro Schule erfolgen. Gleiches könnte für die Lehramtsstudenten gelten, die den Schulen als Nachhilfelehrer zugeordnet werden, um Kinder mit Lernschwierigkeiten im 1:1 Verfahren zu unterstützen. Die Sozialpädagogikstudenten übernehmen analog dazu die Betreuung und Serviceaufgaben im geriatrischen Bereich.

5. Die Mathe/Physikstudenten sowie teilweise die BWL‘er können den kleineren Einzelhändlern vor Ort Webseiten erstellen und ihnen helfen, einen kleinen (existenzerhaltenden) Onlinehandel zu initiieren.

6. Überlastungsjammerer können sich an niedrigschwellig verfügbare Kummertelefone wenden, die von den Psychlogiestudenten des 5. Studienjahres unterstützt werden.

7. Überlastungsjammernde Beamte werden hinsichtlich ihres Erkrankungsverhaltens vom Amtsarzt begutachtet und auf ihr spezielles Dienstverhältnis hingewiesen.

8. Warum werden die Veterinärmedizinstudenten/Zahnmedizinstudenten nicht in den Gesundheitsämtern zur Entlastung eingesetzt? Dort ist die Kenntnis der medizinischen Zusammenhänge sinnvoll, es muss aber nicht unbedingt die menschliche Anatomie sein.

9. Warum werden Transportunternehmen/Taxifahrer, wenn sie sich bereiterklären, den Transport von Risikogruppen zu unterstützen, nicht finanziell unterstützt und von der Umsatzsteuer 2020 befreit?

Dann wären wir doch schon mal ein ganzes Stück weiter und es wäre mit Sicherheit billiger (und dazu noch effektiver) als das Ausschütten von Massensubventionen an schwächelnde Großbetriebe, die nicht erst durch Corona eigentlich schon längst tot sind.

Und warum hinterfragt eigentlich niemand, inwiefern der absurde Bettenabbau der letzten 20 Jahre die aktuelle Engpassituation fahrlässig mitverursacht hat, wenn bereits eine Positivtestreihe von 2,8% der Gesamtbevölkerung bzw. eine Intensivpflichtigkeit von ca. 0,03% der Bevölkerung das System ans Limit bringt? Schließlich stellen Vertreter der Groko-Parteien für die gesamten letzten 20 Jahre die Gesundheitsminister.

PS: Die Autorin ist wütend über die Absurdität unserer Zeit und die verbale Selbstbefriedigung des Senats. Sie möchte sich Ärger ersparen und bat mich, ihren Namen nicht zu nennen. 

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