Ronald Gläser, MdA

Freiheit ohne Angst statt Politik aus Lüge und Panik

4.03.2021 | 0 Kommentare

Angsterfüllte Greenpeace-Demo gegen Angela Merkel (2005), der sie sich sechs Jahre später – nach Fukushima – beugte

Bestimmt die Angst dein Denken, dann bestimmt sie auch dein Bewußtsein. Sie ist es, die uns zu Feiglingen macht.

Marjans Großmutter zu ihrer Enkeltochter in „Persepolis“

Du bist so alt, wie du dich fühlst. Mit dieser Pseudoweisheit versichert sich der eine oder andere Zeitgenosse, dass er ja noch nicht zum alten Eisen gehört. In Wahrheit ist das Alter eine messbare Zahl. Nicht mehr und nicht weniger. 

Bewundernswerte Selbstdisziplin Kennedys

Etwas anderes wäre die Aussage: Du bist so krank oder gesund, wie du dich fühlst. Die eigene Gesundheit ist auch psychologisch bestimmt. Sie ist subjektiv. Es gibt Hypochonder, die halten sich für krank, wenn es einmal kurz irgendwo zwickt. Und es gibt Typen, die sich nicht irritieren lassen von gesundheitlichen Einschränkungen. Sie geben der Krankheit nicht die Macht über sich und ihr Leben. John F. Kennedy litt an diversen Krankheiten und war stets vollgepumpt mit Medikamenten, ließ sich aber nie etwas anmerken. 

Wenn wir uns die seelische Verfassung der Deutschen genauer anschauen, dann haben sie mehrheitlich für das Hypochonder-Lager votiert. Schon immer. Der Angst vor den Russen folgte die Angst vor dem Atomkrieg. Saurer Regen, Ozonloch, Waldsterben, Peak Oil, BSE, Krebstod, menschengemachte Erderwärmung. Die Liste ist lang. Jeder kennt sie.

Mediale Angstkampagnen eines Hamburger Nachrichtenmagazins im Spiegel der Zeit

Ausländer nennen diese Panik-getriebene Lebensweise „German Angst“. Die Geschichten werden ausgefallener. Waren saurer Regen und Waldsterben noch ein Öko-Horrormärchen, das sich zumindest bei oberflächlicher Betrachtungsweise mit der Realität in Einklang bringen ließ, so entwirft die Story über die menschengemachte Erderwärmung ein Szenario, das in 50, 70 oder 100 Jahren eintritt. Also dann, wenn alle Märchentanten von heute längst tot und die Steuern und Verbote, die sich einkassiert und ausgesprochen haben, längst vergessen sind. Und das, obwohl die Meteorologen noch nicht einmal in der Lage sind, das Wetter für das kommende Wochenende zielsicher vorauszusagen. Die Politik ist immer mit an Bord und schürt diese Ängste, weil sie davon profitiert. Ohne Politik wäre das Interesse an dieser ganzen Gretanovela längst erkaltet.

Die Regierung schürt Panik

So ist es auch jetzt in der Corona-Krise. Die Bundesregierung hat sogar eine Strategie ausarbeiten lassen, wie die Angst in der Bevölkerung gesteigert werden kann, um die Bürger auf immer härtere Grundrechts-Kastrationen einzuschwören. Es hat bislang funktioniert, auch wenn die Unterstützung für diese Politik nun wackelt

Das neuste Werkzeug im Repertoire der Angstmacher ist der Selbsttest. Es gibt ganz viele Leute, die sind unbeschadet durch die Corona-Pandemie gekommen. Vielleicht hatten sie sich sogar infiziert, aber es nicht gemerkt, da sie kaum oder keine Symptome hatten. Auch sie sollen jetzt alle in Angst und Schrecken versetzt werden. 

Im Abgeordnetenhaus erleben wir Kollegen der Konsensparteien, die diese millionenschwere Warn-App auf ihrem Handy haben und sich verrückt machen lassen von angezeigten, angeblich gefährlichen Kontakten. Bei uns hat kaum einer App. Von uns ist auch noch nie jemand in einer Sitzung aufgestanden und hat abrupt den Raum mit der Begründung verlassen, er müsse sich jetzt schnell in Quarantäne begeben. Ich hatte drei Fraktionskollegen, die an Corona erkrankt sind. Sie sind alle wieder wohlauf. Zum Glück. Wir halten Abstände ein, tragen gegebenenfalls Masken, feiern keine wilden Partys. Aber wir leben nicht im XXL-Panikmodus. Für die Vertreter der anderen Parteien ist das vermutlich leichtfertig bis verantwortungslos, aber für mich ist das das, was mir der gesunde Menschenverstand vorschreibt. Es gibt Gefahren, aber wir Menschen wissen damit umzugehen. Angsterfülltes Gekreische ist mehr so eine Sache für Teenies.  

Seine Büste steht im dritten Stock des Abgeordnetenhauses: Was würde der frühere Innensenator Heinrich Lummer dazu sagen?

Heinrich Lummer (†2019) hätte diese Hysterie niemals mitgemacht. Er schrieb 1987: 

Die Angst vor dem Untergang, die frühere Zeiten immer wieder beherrschte und die mit der Aufklärung und der Fortschrittsgläubigkeit für mehr als ein Jahrhundert verschwand, taucht wieder auf. (…) Wir hoffen mit Hölderlin, der sagt: „Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch.“ Die Chancen des konservativen Denkens wachsen mit den Gefährdungen und Herausforderungen, die auf eine Antwort warten.

Heinrich Lummer: Standpunkte eines Konservativen

Die Antworten unserer Zeit sind: Beenden wir den Lockdown. Machen wir es wie Texas. Schluss mit Maskenzwang im Park oder auf dem Kudamm oder im eigenen Auto. Schluss mit Zwangs-Homeoffice und geschlossenen Geschäften. Öffnen wir die Gastronomie. Jeder einzelne hat es in der Hand die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Mancherorts mögen Masken dazugehören. In den Raum niesen oder andere anhusten verbietet sich sowieso. Und an Menschenaufläufen teilnehmen sollte auch niemand – schon gar nicht regelmäßig. Aber das sind alles auch Dinge, die die Bürger selbständig machen können, ohne dass das Ordnungsamt sie dazu zwingt.

10 Jahre Fukushima = 10 Jahre Lüge

In der kommenden Woche ist ein wichtiger Termin. Zehn Jahre ist es dann her, dass ein Tsunami Fukushima überschwemmte. Durch die Naturkatastrophe ging ein Atomreaktor kaputt, was nur sehr wenige Menschenleben kostete. 

Doch in Deutschland wurde Fukushima zum Pseudo-Gau. Bis heute lügen uns die Regierung und die Mainstreammedien vor, der Unfall im Kernkraftwerk habe weit über 10.000 Tote verursacht. Es ist leicht, die Wahrheit herauszufinden, aber diese Story wird immer und immer wieder so erzählt, als sei die Kernkraft an allem schuld. Zu viele glauben daran, weil sie daran glauben wollen. 

Pars pro toto ein Posting, das zeigt, wie von offizieller Weite suggeriert wird, der Unfall im Atomkraftwerk sei für Tausende Tote verantwortlich (2016)

Sie lieben die Angst. Die Folge war der Ausstieg aus der Kernkraft, was unseren Strom noch teurer macht und Deutschland auch in Energiefragen jetzt eine bizarre Sonderrolle gibt. Denn: Weltweit werden neue Kernkraftwerke gebaut, kaum jemand hat diesen irrsinnigen Schritt der Kanzlerin (einer Physikerin) verstanden.

Angst mag von Zeit zu Zeit ihren Zweck erfüllen. Sie bewirkt, dass wir großen Risiken aus dem Weg gehen. Niemand tänzelt am Abgrund oder infiziert sich freiwillig mit HIV. Aber Dauer-Angst verdirbt die Seele. Sie macht uns zu Feiglingen. 

Wir müssen keine übertriebene Angst haben. Nicht vor Kernkraft. Nicht vor der Marktwirtschaft. Nicht vor dem Corona-Virus und seinen Mutationen. Natürlich ist Covid gefährlich, vor allem für Risikogruppen. Sie gilt es zu schützen. Aber viele merken es nicht einmal, zeigen keine oder nur geringe Symptome. Warum also all der Aufwand? Die Therapie ist schlimmer als die Krankheit. Das ist falsch. Wir sollten zurückkehren zur Normalität und die Schauermärchen von Fukushima bis Bergamo hinter uns lassen. 

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.