Ronald Gläser, MdA

Autohass ist keine Lösung

10.06.2022 | 0 Kommentare

Last day of the rest of my life
I wish I would’ve known
‚Cause I didn’t kiss my mama goodbye

I didn’t tell her that I loved her, how much I care
Or thank my pops for all the talks
And all the wisdom he shared

Youth of the Nation (P.O.D.)

Reihenweise Schwerverletzte auf der Boden. Diesmal vor allem Schulkinder. Und ihre Lehrerin tot. Es ist schwer, die richtigen Wort dafür zu finden. Dieser Amoklauf am Breitscheidplatz war grauenvoll. Meine Gebete gelten den Trauernden und den Überlebenden, von denen mehrere noch schwer – wenn nicht lebensgefährlich – verletzt sind.

Leider benutzen zynische Zeitgenossen diese Wahnsinnstat jetzt dazu, ihr autofahrerfeindliches Süppchen auf dem Anschlag zu kochen. Die Phase der Anteilnahme haben sie nach weniger als zwei Tagen abgewürgt.

Schauen wir uns die albernen Forderungen an, die jetzt im Raum stehen: Straßen verengen, Verkehr drosseln. Autofahrer schikanieren. Innenstadt langfristig autofrei. Das soll ein Konzept sein, um Amokläufe zu verhindern?

Wirklich?

Ich kann nicht glauben, dass jemand wirklich solche Maßnahmen für hilfreich oder angemessen hält. Fakt ist: Der Breitscheidplatz sieht bereits jetzt aus, wie die grüne Zone in Bagdad. Was hat es geholfen? Nichts. Der Täter musste nur die Straßenseite wechseln!

Amokläufe lassen sich dadurch nicht verhindern. Wenn Terroristen oder Amokläufer einen Anschlag begehen wollen, dann werden sie einen Weg finden. Mit Messer oder Machete durch eine Menschenmenge gehen. Nagel-Bomben bauen. Schießerei in der U-Bahn

Wollen wir Messerbesitz regulieren?

Nägel vielleicht ganz verbieten?

U-Bahnlinien stilllegen?

Es gehört zum Leben, dass sich nicht alle Risiken ausschließen lassen. Die Debatte um Verkehrsberuhigung der City West ist verlogen. Hätte der Amokläufer dort nicht zugeschlagen, so hätte er den Alexanderplatz genommen. Oder den Hackeschen Markt. Oder den Pariser Platz. Oder, oder, oder.

Statt uns mit solchen Pseudodiskussionen zu befassen, sollten wir Fragen wie diesen nachgehen: Wieso wird diese Symbolpolitk von verpollerten Straßen nicht endlich beendet? Wieso wird jemand eingebürgert, bei dem eine Schraube locker ist? Lässt sich besser sicherstellen, dass „psychisch beeinträchtigte Personen“ an solchen Wahnsinnstaten gehindert werden können?

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