Welchen Kinofilm haben Sie zuletzt gesehen? Der Teufel trägt Prada 2? Oder Spider-Man: Brand New Day?
Ich selbst musste bei der Beantwortung dieser Frage erstmal nachdenken. Ich wollte eigentlich in Odyssee gehen, wurde aber von den negativen Kritiken abgehalten und der langen Spieldauer. Für The Uprising hat mir schlicht die Zeit gefehlt. Es war Backrooms.
Ein interessanter Horrorfilm von einem gerade mal 20jährigen US-Amerikaner. Der Film wurde zum Shootingstar unter den Independent-Movies 2026. Er spielt 400 Millionen Dollar weltweit ein. Produktionskosten: nur 10 Millionen Dollar.
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Dieser Überraschungserfolg eines Regisseurs, der gerade erst in das Geschäft und überhaupt ins Berufsleben gestartet ist, kam OHNE JEDE STAATLICHE SUBVENTION zustande. Das sind die wahren Erfolgsstorys, die nur Hollywood schreiben kann.
Und bei uns? Tote Hose. Der deutsche Film spielt in der Heimat eine gewisse Rolle, doch im Ausland geht kaum jemand in deutsche Kinofilme. Entsprechend medioker ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Filmfirmen.
Und dabei buttern wir soviel Steuergeld in diese Branche: Sterben von Matthias Glasner erhielt vom DFFF, von der Regierung, aus NRW, Bayern und anderen Quellen Subventionen im Millionenbereich. Und doch gingen nur 205.000 Personen in Deutschland in den Film, der 2024 lief. (Zum Vergleich: Backrooms hatte weltweit ca. 20 Millionen Zuschauer.)
Aber Preise hat er gewonnen: Silberner Bär hier, Deutscher Filmpreis dort.
Das sind Preise, die von einer Branche vergeben werden, die auf Subventionen, Polit-Kontakte und Fördernetzwerke fixiert ist. Aber nicht auf das Zuschauerinteresse. Es geht darum, an der richtigen Stelle die gewünschten, politisch korrekten Phrasen zu dreschen, dann gibt es die Förderung. Ob die Leute den Film sehen wollen, spielt dann keine so große Rolle mehr.
Weitere Beispiele gefällig? 2025 brachte Tom Tykwer Das Licht ins Kino. Gefördert von Berlin, NRW und dem DFFF. Eröffnungsfilm bei der Berlinale. Aber trotz des prominenten Regisseurs (Lola rennt) gingen nur 61.500 Leute ins Kino, um den Film zu sehen. Rohrkrepierer de Luxe.
Islands von 2025: DFFF, FFA, Berlin und NRW gaben rund zwei Millionen Euro, aber an der Kinokasse floppte der Film mit nur 56.000 Besuchern.
Es läuft was falsch im deutschen Film. Die Regierung plant jetzt eine neue Sondersteuer, die absolut haarsträubend ist. Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen: Streamingdienste wie Netflix, Paramount oder Amazon sollen einen Teil (acht bzw. zwölf Prozent) ihres Umsatzes in „deutsche“ Produktionen investieren. Damit die Zuschauer – also ihr, wenn ihr einen Netflix-Film schaut – nicht nur Hollywoodstudios reich machen, sondern auch Unternehmen in der Heimat.
Das Mediendiensteinvestitionsverpflichtungsgesetz (MedienInvestVG) ist ein typisches Beispiel für „gut gemeint ist nicht gut“. Es ist ein bürokratisches Monster und wird das Gegenteil vom dem bewirken, was es bewirken soll. Am Ende zahlt ihr mehr Geld für euer Netflix-Abo, aber das Geld versickert an vielen Stellen oder wandert in die Taschen unfähiger, politisch gut vernetzter Nieten in NadelstreifenTopmanager in den größten deutschen Filmfirmen.
In der Anhörung dazu hatte die AfD-Bundestagsfraktion Uwe Boll (Citizen Vigilante) als Experten geladen, der die Systemfehler des deutschen Filmfördersystem schön seziert hat. Interessanterweise teilten die Vertreter der Digitalwirtschaft (Bitkom und Vaunet) unsere kritische Haltung zu dem Gesetzesentwurf. Sie waren von der Union benannt worden. Aber deren Abgeordnete wirkten leicht abwesend, als ihre eigenen Experten ihnen erklärten, dass ihr im Kern sozialdemokratisches Vorhaben nichts taugt.
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a22_kultur/oeffentliche_sitzungen/1223244-1223244
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Es lohnt sich, diese Anhörung anzuschauen. Auch der Vertreter des MDR machte aus seiner ablehnenden Haltung kein Geheimnis. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind nicht so richtig davon betroffen, aber sie verfolgen ihre eigenen Interessen – und zwar berechtigterweise in diesem Fall.
Wer hätte gedacht, dass ich als AfD-Abgeordneter (qua Amt also Kritiker des GEZ-Systems) die Position eines Senders einnehme? Wirkt wie ein Plot-Twist in einem Hollywoodfilm.
Die AfD-Fraktion wird das einzig brauchbare Instrument unterstützen: ein Steuersparmodell nach US-amerikanischem Vorbild. Das funktioniert in sehr vielen Ländern und ist das, was sich die Branche wünscht. Die wollen keine Vorgaben, keine Bürokratie und auch keine Subventionen, wenn sie nur in Ruhe gelassen werden. Wenn der Euro am Ende stimmt, dann ist Risikokapital zur Stelle. Diesen Weg sollten wir gehen, dann hat der deutsche Film auch wieder die Chance erfolgreich auf den Weltmärkten anzutreten.
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